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Dieser Blog ist während der Corona Krise entstanden und soll zeit- und praxisnahe Kommentare ermöglichen.
Wir haben keine Kommentarfunktion, aber wenn ihr Kommentare, Anregungen und Kritik habt, bitte teilt diese mit uns unter info@daijihi.org


Was ist Contemplative Care?

13. September 2020
von Susanne Halbeisen

English Version can be found below

Den folgenden Satz haben die meisten von uns schon häufig gehört: „Im unwahrscheinlichen Fall eines Druckverlusts fallen automatisch Sauerstoffmasken aus der Kabinendecke. Ziehen Sie die Maske ganz zu sich heran und drücken Sie sie fest auf Mund und Nase. Atmen Sie normal weiter. Helfen Sie danach Kindern und hilfsbedürftigen Menschen.“ Ganz abgesehen davon, dass die wenigsten von uns die innere Ruhe besitzen, normal weiter zu atmen, während einem das Handgepäck um die Ohren fliegt, können sich bestimmt auch viele nicht vorstellen, der Anweisung zu folgen. Selbst zuerst die Sauerstoffmaske anziehen? Obwohl neben mir mein Sohn sitzt, meine Großmutter, mein bewusstloser Ehemann? Vielleicht malen wir uns aus, wie wir die Luft anhalten, alle um uns herum mit Sauerstoff versorgen, todesmutig unser Leben aufs Spiel setzen für andere, etwas Selbstloses, Ehrenhaftes tun. Ein Samariter, ein Held würde so etwas doch tun.

Wir bewundern diese Menschen, die den Tod scheinbar ignorieren, um anderen zu helfen. Sanitäter an vorderster Front, Gesundheitspersonal in Seuchengebieten, die Bergrettung … zu diesen Menschen blicken wir auf. Ich selbst habe großen Respekt vor dem Mut dieser Menschen, die in diesen Extremsituationen denjenigen helfen, die sich selbst nicht helfen können.

Mein Leben besteht, und dafür bin ich sehr dankbar, kaum aus solchen Situationen. Meistens ist es ziemlich banal. Ich schlafe, gehe, stehe, liege, esse, trinke, spreche mit anderen, mache meine Arbeit. Täglich gibt es Situationen, in denen ich helfe, in denen ich Hilfe in Anspruch nehme, und dazu benötige ich eigentlich nie eine Sauerstoffmaske. Ich benötige etwas anderes.

Ein Gefängnisinsasse ruft mich an, erzählt mir, dass er seine Familie nicht mehr sehen darf. Meine Nachbarn beschweren sich in unserer hausinternen WhatsApp-Gruppe, das Garagentor steht seit Wochen sperrangelweit offen, die Hausverwaltung tut nichts – was ist, wenn sich nachts jemand ins Haus schleicht? Ein Freund hat mir versprochen, mich anzurufen, doch er geht nicht ans Telefon und ist anscheinend seit 48 Stunden offline. Atmen Sie normal weiter.

Helfen, das hat selten etwas mit heldenhaften Taten zu tun. Was die meisten von uns täglich brauchen, das ist Ruhe, Klarheit, Offenheit. Jemand, der zuhört, der einem Raum gibt. Raum zum Atmen. Woher können wir diesen Raum bekommen? Über die Jahrtausende hat die Menschheit kontemplative Methoden entwickelt, die uns helfen, diese Qualitäten zu kultivieren. In uns selbst Stärke zu finden, Haltung zu bewahren im Angesicht menschlichen Leids, egal, wie groß oder klein es ist. 

Meine ganz eigene Methode ist Zazen, die Meditationspraxis im japanischen Soto-Zen. Durch diese Praxis kann ich am eigenen Leib erfahren, dass diese ganzen Dinge, dir mir den Alltag so schwer machen, jedem passieren. Sie gehören nicht mir. Sie passieren mir nicht, weil ich besonders schlecht bin oder besonders gut. Das Leben passiert. Es gibt Freude, es gibt Leid, für jeden von uns. Jeder braucht Hilfe, jeder kriegt Hilfe, jeder nimmt, jeder gibt. Ich muss mich nicht selbst aufgeben, verausgaben, um anderen zu helfen. Ich muss kein Superheld werden und das Leid für immer bezwingen, denn das wird niemals funktionieren. Aber vielleicht kann ich diese Situation jetzt für alle erträglicher machen, für mich, für die anderen, indem ich eine Verbindung möglich mache, einen Raum zum Atmen öffne. Dann kann ich aufrecht bleiben, ohne unter der Last dieses Leids gebeugt zu werden.

Aber das will geübt werden. Was auch immer für den Einzelnen funktioniert – ob es jetzt Zazen ist, Yoga, Fußballspielen, malen, gärtnern, einen Rosenkranz beten – wenn wir für uns Methoden finden, zu uns zu finden, uns unserer inneren Kraft bewusst zu werden und anderen den Weg zu ihrer eigenen inneren Kraft zu zeigen – wenn wir aus unserer Kontemplation heraus helfen, heilt das uns selbst und andere. Dann braucht es nicht mehr einen übermenschlichen Helden, der die Welt retten muss, und ein hilfloses Opfer, das nichts tun kann. Es begegnen sich einfach nur noch Menschen in ihrem Leid und teilen es – gemeinsam.

Im Zen gibt es eine Reihe von kurzen Geschichten, Koans, die in sich widersprüchlich sind und eine Wahrheit enthalten, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich wird und auch mit Worten nicht vollständig ausgedrückt werden kann. Für mich veranschaulicht der folgende Koan, wie wir helfen können, ohne uns selbst zu verlieren:

Chao-chou fiel eines Tages in den tiefen Schnee und rief: „Helft mir auf! Helft mir auf!“ Ein Mönch kam und legte sich neben ihn in den Schnee. Chao-Chou stand auf und ging davon.

What is Contemplative Care?

Most of us have heard the following sentence many times: “In the unlikely event of loss of cabin pressure, yellow oxygen masks will deploy from the ceiling compartment located above you. Please secure your own mask before assisting others around you. Keep breating normally.” Apart from the fact that very few of us possess the kind of inner peace that’s required to breathe on normally while hand luggage is flying around our heads, many can certainly not imagine following the instruction literally. Put on my oxygen mask yourself first? Even though my son is sitting next to me, my grandmother, my unconscious husband? Perhaps we picture ourselves holding our breath, supplying everyone around us with oxygen first, daring to risk our lives for others, doing something selfless and honorable. A Samaritan, a hero would act like this, no?

We admire these people who seemingly ignore their own mortality to help others. Front line paramedics, health workers in epidemic areas, mountain rescue … we look up to these people. I myself have great respect for the courage of all those who, in these extreme situations, help the ones who cannot help themselves.
My life hardly consists of such situations, and I am very grateful for that. Most of the time it’s pretty mundane. I sleep, walk, stand, lie, eat, drink, talk to others, do my work. Every day there are situations in which I help, in which I receive help, and I never needed an oxygen mask for that (up to now). I need something else.

A prison inmate calls me and tells me he is no longer allowed to see his family. My neighbors complain in our in-house WhatsApp group, the garage door has been wide open for weeks, the property management doesn’t seem to care – what if someone sneaks into the house at night? A friend promised to call me, but he doesn’t answer his phone and has apparently been offline for 48 hours. Keep breathing normally.
The act of helping rarely has anything to do with heroic deeds. What most of us need every day is calmness, clarity, openness. Someone who listens, who offers space, a space to breathe. Where can we find this space, how can we build and maintain it? Over millennia, mankind has developed contemplative methods to help us cultivate these qualities. To find strength in ourselves, to keep an upright posture in the face of human suffering, no matter how big or small it is.

My very own method is zazen, the meditation practice in Japanese Soto Zen. Through this practice I can experience firsthand that all the things that make everyday life so difficult for me happen to everyone. They don’t belong to me. They don’t happen to me because I’m particularly bad or particularly good. Life happens. There is joy, there is sorrow, for each of us. Everyone needs help, everyone receives help, everyone takes, everyone gives. I don’t have to sacrifice myself in order to help others. I don’t have to become a superhero and overcome suffering forever because that’s never going to work. But maybe I can make this situation, right here and right now, more bearable for everyone, for myself, for others, by establishing a connection, opening up a space to breathe. Then I can stay upright without being bent under the weight of this suffering.

But it takes practice. Whatever works for the individual – whether it is zazen, yoga, playing football, painting, gardening, praying a rosary – when we find our own methods for coming back ourselves, when we become aware of our inner strength and of ways how to guide others to their own inner power – if we offer help from the basis of our contemplation, the act itself can heal both ourselves and others. There no longer is any need for a superhero who has to save the world and a helpless victim who can’t do anything. People simply meet in their suffering and share it – together.
There’s a number of short stories in Zen called koans. They are contradictory in themselves and contain a truth that is not immediately apparent and cannot be fully expressed with words. For me, the following koan illustrates how we can help without losing ourselves:

One day Chao-chou fell into the deep snow and shouted, “Help me up! Help me up! ”A monk came and lay down next to him in the snow. Chao-Chou got up and walked away.


Übung

Bodhisattva Samantabhadra

24. Juli 2020
von Sabine Hagn

Ich brüte, ersitze, erforsche in meinen, diesen Zeiten einen radikalen Spruch von Kodo Sawaki, der lautet: „Zazen is good for nothing“, und ich schreibe ihn auch auf Deutsch: „Zazen ist für nichts gut.“ Was macht das mit mir? Warum tue ich es dann? Das Zazen.

Wenn ich tief in diesen Satz hineinspüre, und auch ein wenig diese Aussichtslosigkeit bemerke, eröffnet dies eine andere Bemerkenswelt.

 Ich setze mich also hin und zwar nur das. Ich setze mich ohne Absichten hin. Ohne etwas erreichen zu wollen. Nicht „für etwas sitzen“ und nicht mal „nur um des Sitzen willens“.

Ich muss auch die Worte „nur um des …willen“ streichen und das „sitzen“ als einziges Wort stehen lassen.

Ich habe dies für mich als „Absichtsloses-Sein-Sitzen“ beschrieben.

Und in diesen Versuchen kann ich meine körperliche und geistige Haltung bemerken. Körperlich bin ich gerade, meine Wirbelsäule richtet sich wie automatisch auf. Ich bin (sein) zwischen Himmel und Erde, wie eine Art Verbindungsglied. Ich kann die Welt um mich herum nicht im Bewusstsein, sondern im Gewahrsein bemerken. Absorbieren. Ich sitze still, versuche, nur meinem Atem zu folgen, versuche auch nicht, den Atem zu zählen oder mir andere „Weisheitssätze“ zu sagen. Es ist für mich (fast) unmöglich, diese Konzentration länger zu halten. Und was macht mein Geist?  Der schwirrt herum, bewegt sich wie immer.

Warum kann der nicht bewegungslos sein?

Und ich bemerke es wieder und wieder. Und bemerke diese unendliche Schwierigkeit, die Gedanken gehen zu lassen. Und wieder fange ich den nächsten Versuch an. Es ist ein dauerndes, andauerndes Dilemma. Heißt das, dass ich scheitere? Nein, denn dies ist für mich Zazen und es ist auch das Akzeptieren des ewigen, eigenen Scheiterns.


Die Bedeutung von Sangha in Corona Zeiten

1. Juni 2020
von Andreas Hagn

Die drei Juwelen, „Buddha, Dharma und Sangha“, dienen seit jeher als Zuflucht und dies besonders in schwierigen Zeiten. In Zeiten, in denen jeder aus der globalen Gemeinschaft durch die Covid-19 Pandemie persönlich betroffen ist, ist das dritte Juwel, die „Sangha“, von enormer Bedeutung.

Das Wort „Sangha“ bedeutet eigentlich die buddhistische Gemeinschaft der Praktizierenden und ist im herkömmlichen Gebrauch auch auf eine Traditionslinie und einen bestimmten Lehrer bezogen.
Für mich war diese Bedeutung schon immer zu eng gefasst und ich habe den Begriff Sangha schon immer ausgeweitet, in meiner Arbeit als Seelsorger auf mein gesamtes Umfeld und im Endeffekt auf die gesamte Weltgemeinschaft. Denn wir alle sind miteinander wechselseitig verwoben und voneinander abhängig. In Corona-Zeiten zeigt sich dies mehr denn je auf allen Ebenen. Methoden, die diese Verbundenheit als eigene körperliche Erfahrung wahrnehmbar machen, gehen immer mehr verloren. Dadurch fällt es uns im normalen Alltag immer schwerer, diese Bruchlinien zu erkennen. In der aktuellen Krise jedoch offenbaren sich diese Brüche und Spaltungen immer deutlicher auf vielen Ebenen, verstärkt durch die staatlichen Maßnahmen.
Hier ein paar Zeugnisse dieser tiefliegenden Wunden, Ängsten und der puren Verzweiflung, die daraus entstanden sind und immer weiter entstehen. Dies sind nur einige Geschichten aus meinem engsten Umfeld, die in ihrem Ausmaß eine dramatische Dynamik entwickeln, die ich so noch nicht erlebt habe:
das dreijährige Kindergartenkind, das sich aus tiefer Angst schreiend von seinen Kameraden in die Ecke drängen lässt, nur weil diese es umarmen wollen;
der Zehnjährige, der mehrere Panikattacken erleiden musste, aus Angst seine Großeltern anzustecken und damit ihren Tod zu verantworten;
der Geschäftsmann, der sich am zweiten Tag nach der Wiedereröffnung im Geschäft erhängt, da einerseits keine Kunden kommen und er andererseits große Angst vor einer Ansteckung hat;
eine Freundin, deren 92-jährige Mutter wegen Herzbeschwerden ins Krankenhaus muss, im ersten Krankenhaus nicht aufgenommen wird, da sie keinen Covid-19-Test vorlegen kann, während des Transports ins weiter entfernte Krankenhaus einen Herzstillstand erleidet, von ihrer Tochter aber nicht begleitet werden darf, …

Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, wie Corona unsere Leben auseinanderreißt.

Unsere Sangha-Freundin und Psychotherapeutin Beatrix möchte solche Geschichten gerne in einem eigenen Projekt vereinen. Wenn ihr daran Interesse habt, schreibt uns unter info@daijihi.org

Auf größerer Ebene offenbart sich, wie das gemeinschaftliche Leben und die Debatte, ganz egal ob in der Politik, Wissenschaft oder in den Medien, inzwischen durch eine Polarisierung vollkommen vergiftet ist, es existiert nur mehr ein Richtig oder Falsch, Differenzierung und Vielfalt sind vollkommen abhandengekommen.
Es offenbart sich aber auch ein absoluter Glaube an ein transhumanes Menschenbild, das unabhängig von unseren althergebrachten, mitgegebenen Wurzeln existiert. Früher war unser Leben kontemplativ geprägt, eingebunden in eine gemeinschaftlich gelebte Spiritualität, die unser Geborenwerden, Sterben, Leben und Fehlermachen in einen größeren Kontext integrierte.  Ein Zusammenleben, das im direkten, körperlichen Kontakt stattfand, alle Sinne ansprach. Dieses „besinnte“ Menschenbild befindet sich in Auflösung.


Stattdessen entsteht der Versuch der vollkommenen Entmenschlichung hin zu einer Transhumanität, die an die Lebensverlängerung um jeden Preis und an eine erreichbare Unsterblichkeit glaubt. Begründet in einer Wissenschaft, die immer in der Zukunft lebt und nicht im Hier und Jetzt nach den Ursachen sucht, in der reinen Symptombekämpfung verhaftet ist. Ein Menschenbild, das Kontakt und Berührung ausschließt und verbannt. Obwohl die Wissenschaft schon bewiesen hat, wie wichtig Kontakt und vor allem Berührung für unser Wohlbefinden sind und auch für Heilungsprozesse, denn Berührung setzt Hormone frei, die diese komplexen Prozesse steuern.
Ein Menschenbild, in dem eine kontemplativ geübte Intuition keinen Platz hat, in dem Ethik und Moral ohne kontemplative Rückbindung in gesellschaftliche Regeln gegossen werden.
Ein Menschenbild, das Maschinen glorifiziert, von künstlicher Intelligenz spricht und dabei vergisst, dass Intelligenz etwas mit Lebendigkeit zu tun hat und nie von Maschinen hervorgebracht werden kann. In dem das Wort „Digitalisierung“ inzwischen als Wundermittel angesehen wird und übrigens in der Krise einen enormen Schub erleben durfte.
Ich rede nicht davon, dass dies alles schlecht wäre, ein gutes Gegenbeispiel sind Assistenzsysteme, die sehr hilfreich sein können, oder Verfahren der modernen Medizin, die viele Leben retten. Ich meine die Verherrlichung von Science-Fiction-Fantasien, aus der Angst heraus, dass wir fehlerhaft sind und sterben werden.

Aber was uns weder Wissenschaft noch moderne Medizin bieten können, ist ein körperliches Zusammensein mit kontemplativer Rückbindung an ein größeres Ganzes. Wenn uns das abhandenkommt, verlieren wir unser Sein als Mensch, verlieren das Bewusstsein für unsere Sterblichkeit und Fehlerhaftigkeit. Für diese beiden Tatsachen des menschlichen Daseins müssen wir Offenheit entwickeln, einen Raum öffnen, in der sie möglich wird.

In unserer Wiener Sangha haben wir in den letzten Wochen einen virtuellen Dialograum geschaffen und diesen jetzt auch schon teilweise in unsere gespürte körperliche Realität gebracht, wo die Vielfalt unseres Seins sich entfalten darf und gesehen und gehört wird.
In unserer Praxis sind Samsara, alles Leiden der Welt und Nirvana, alles Glück der Welt, in jedem Moment gleichzeitig vorhanden, dürfen da sein und erscheinen. Im Soto-Zen sprechen wir von „nicht Eins und nicht Zwei“, keine Absolutheit und keine Dualität, alle Vielfalt dieser Welt darf da sein und wird gesehen, eine Lösung für die Mehrdeutigkeit der Welt, für dieses Paradoxon der entgegengesetzten Vielfalt. Die Lösung ist nicht die Vereinfachung. Das ist es, was Buddha als den Weg der Mitte bezeichnet. Damit ist nicht der weltliche Kompromiss gemeint, in dem um des lieben Friedens Willen ein kleinster gemeinsamer Nenner gefunden wird, der für niemanden passt!

Wir haben auch mit dem ersten Retreat in unserem Haus im 13. Bezirk den Raum geschaffen, intensive Soto-Zen-Praxis in unser alltägliches Leben stärker zu integrieren und werden dies die nächsten Monate ausbauen und all unsere Praxisaktivitäten dorthin verlegen. Wir sind gerade dabei, einen größeren Zendo im Erdgeschoss einzurichten.

Wenn wir die ganze Weltgemeinschaft als Sangha ansehen, müssen wir uns und unsere Praxis dafür öffnen und außerhalb der Klöster und Zen-Zentren mitten im Leben praktizieren. Unser Projekt „1000 Hände – gelebte Verbundenheit“ ist ein Versuch, dies zu verwirklichen!

Wir werden dieses Projekt mit einer Dialogplattform erweitern, in der wir mit Wissenschaftlern und Praktikern den oben genannten Auswirkungen entgegensteuern.

Mehr findest du in unserem Konzeptpapier zu „1000 Hände-gelebte Verbundenheit“  

Die Auswirkungen der Corona Krise sind regional sehr verschieden und nicht zu vergleichen. Unsere Texte beziehen sich auf die Situation in Österreich.


Ein Plädoyer für Nähe und Mitgefühl, für die Wiedereröffnung der Herzen!

Gegen die Verbreitung von Angst und Schrecken, sondern für die Kultivierung von Besonnenheit, Fürsorge und Mitgefühl und wie uns Zen-Buddhismus dabei unterstützen kann!

Avalokiteshvara, der Bodhisattva des Mitgefühls

28. April 2020
von Andreas Hagn

Ihr habt Kommentare, Anregungen, Kritik zu diesem Artikel? Schreibt uns: info@daijihi.org

Auf der einen Seite haben mich die letzten Wochen sehr gestärkt. Im Zen nennen wir so eine intensive Phase des Rückzugs eine Praxisperiode, mit intensiver regelmäßiger Meditationspraxis, man lebt zurückgezogen und verlässt das Kloster nicht. Der Rückzug schloss meine Familie mit ein, aber wir haben schnell einen virtuellen Raum geschaffen, um unsere Übungen im Zen und Qigong weiter teilen zu können. Wir haben eine sich gegenseitig sehr wertschätzende Gemeinschaft aufgebaut, in der die unterschiedlichsten Charaktere zusammenkommen, sich austauschen, gegenseitig Rat und Halt geben über diese gemeinsame Praxis. Das nährt mich sehr und es ist das, was ich als Sangha (buddhistische Gemeinschaft) verstehe.

Aber der Unterschied zu einer Praxisperiode ist: das war alles nicht freiwillig!

Auf der anderen Seite war für mich das unermessliche Leid, das diese Lockdown-Maßnahmen hervorrufen, schnell spürbar! In meiner unternehmerischen Tätigkeit habe ich bald zu verstehen begonnen, was das alles bedeuten wird! Aber noch viel tragischer wurde mir in meiner ehrenamtlichen seelsorgerischen Tätigkeit vor Augen und Ohren geführt, welche dramatischen psychosozialen und emotionalen Auswirkungen diese Lockdown-Maßnahmen haben. Die Anrufe und Nachrichten haben sprunghaft zugenommen, egal ob von Gefängnisinsassen, von meinen psychisch kranken Schützlingen oder den ehemals Obdachlosen, die ich betreue. Hinzu kamen immer mehr Freunde und Kollegen, die ihre tiefe Beunruhigung zum Ausdruck gebracht haben.

Ich hätte nie gedacht, dass ich erleben würde, dass innerhalb von ein paar Wochen eine Bewegung entsteht, ein solch großer Strom, dem man nichts entgegenstellen kann, in dem nur eine Wahrheit Gültigkeit besitzt, jede andere Sichtweise dermaßen stark abgelehnt wird und dies sogar im engsten Freundes- und Familienkreis.

Wo einem sofort ein Wortschwall, Shitstorm oder Missachtung trifft, wenn man nur irgendwie Zweifel oder Kritik and den gesetzlich verordneten Maßnahmen hegt. Eine Art Massenpanik geht rund um die Welt, von den Medien weiter angeheizt und getragen von der Angst vor dem Virus.
Wo fast alle Medien sämtliche journalistischen Grundsätze des Hinterfragens und den Anspruch, die Dinge aus vielen verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, vergessen haben.
Wo vormals harmlos scheinende Klimapolitiker der Grünen dieser Politik der Angst und des Schreckens in Wort und Tat Ausdruck verleihen!
Wo Pressekonferenzen zu Inszenierungen dieser Angst-und-Schreckens-Politik werden, durch das martialische Auftreten der Akteure und in denen jede Wortmeldung mit den neuen Todeszahlen begonnen wird und so die Angst neu aufflammen kann!
Wo Wissenschaft nur mehr in eine Richtung ausgeübt wird, nämlich ausschließlich in die, in der die Regierungsmeinung gestärkt wird.
Wo durch diese Art und Weise der Kommunikation Vernaderung, Bespitzelung und Denunziation aufkeimen.

Wissenschaft lebt vom Zweifel und der Diskussion darüber, so wird Erkenntnis gewonnen.
Wir wissen alle nicht, was wirklich los ist!

Wir glauben, etwas zu wissen und dieser Glaube bedient unsere prinzipiellen Überzeugungen, die uns geprägt haben, es entsteht ein Teufelskreis, angetrieben von unseren Ängsten.

Im Buddhismus kennt man fünf große Ängste und zwei davon werden gerade im Übermaß bedient und brechen jetzt über unsere Gesellschaft herein: die Angst vor dem Tod und die Angst vor dem Verlust unserer Existenzgrundlage.
Den Tod haben wir aus dem alltäglichen Bewusstsein verdrängt hat, alles unternommen, damit wir nicht daran erinnert werden, dass das Leben letztendlich endlich ist!
Im Zen reden wir vom Tod als dem großen Übergang. Der Tod ist die spirituellste Dimension unseres Seins, diese größte, letztgültige Übung des Loslassens unseres Selbst.
Im Kampf um die Sicherung unserer Existenz behindern wir uns meist dadurch, dass wir zu lange an unseren alten Konzepten festhalten und somit neue Wege nicht vorstellen können, die uns aus der Krise heraushelfen.
Dieses Loslassen zu erlernen ist eine der Hauptübungen im Zen. Der Zen-Meister Kosho Uchiyama sprach davon, die Hände des Denkens zu öffnen, das heißt unsere Gedanken loszulassen. Dies ist die Hauptübung beim Sitzen in Zazen, der Meditationsübung im Zen. Dabei werden mit der Zeit auch unsere prinzipiellen Überzeugungen weicher und durchlässiger. Außerdem ist seit längerem unstrittig, dass Meditation sehr hilfreich gegen Stress ist. Und all diese momentan vorherrschenden Ängste gehen direkt an die Wurzel unseres Seins und produzieren großen Stress, der sich auch auf unser Immunsystem auswirkt, welches wiederum verantwortlich für den Umgang mit Viren ist. Aber auch ganz allgemein hat unsere Lebensweise große Auswirkungen auf unser Immunsystem. Die neuesten Forschungen zum Mikrobiom oder Holobionten und die Psychoneuroimmunologie geben darüber Auskunft. Drogen, Alkohol, Rauchen, Übergewicht und andere Faktoren haben großen Einfluss auf unsere Gesundheit, vor allem unsere Ernährung spielt eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang ist es eine unglaubliche Chuzpe, dass McDonalds als erstes Restaurant wiedereröffnen durfte!

Ich schäme mich inzwischen dafür, die Grünen gewählt zu haben. Ich war anfangs natürlich für die Maßnahmen und in besonnener Form bin ich das auch heute noch, vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem müssen wir schützen!
Doch wie anfangs geschildert war schnell klar, welche Auswirkungen die Lockdown-Maßnahmen haben und dies haben sicher auch unsere Regierenden mitbekommen. Es war auch ersichtlich, dass die Auswirkungen des Virus bei uns in Österreich nicht solche Ausmaße annehmen werden wie in anderen Ländern.
Aber es wurde nicht gehandelt, ganz im Gegenteil, es wurde weiter Öl ins Feuer gegossen und die Inszenierung der Horrorszenarien ging weiter. In diesen Momenten hätten die Besonnenheit und Einsicht einkehren müssen!
Es ist die Art und Weise der Kommunikation und wie die Entscheidungen getroffen wurden, die mich betroffen und wütend machen! Denn so wird kein Zusammenhalt generiert, ganz im Gegenteil, Missgunst, Argwohn, Hass und vor allem psychische Probleme quellen überall heraus!
Eine Freundin berichtete mir beispielsweise, dass ihr 10-jähriger Sohn bereits mehrere Panikattacken hatte, aus Angst davor, sich anzustecken und dadurch den Tod seiner Großeltern zu verursachen. Diese Geschichten lassen sich unendlich fortsetzen, es ist einfach unfassbar, welche Energien hier in Bewegung gebracht wurden!
Wir können nie wirklich wissen, wie sich unsere Handlungen tatsächlich auswirken, aber es geht in erster Linie immer um unsere Absichten und Intentionen und wie wir diese mit anderen teilen!

Es gab und gibt keine gesellschaftliche Gesamtsicht auf die Ereignisse. Es werden nicht alle Meinungen öffentlich dargestellt und noch dazu wurde uns jede Form der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung entzogen. Wieso mussten wir die gleichen Maßnahmen übernehmen wie der autokratischste Staat der Welt, nämlich China?

Ein weiterer Lernprozess im Zen ist, dass wir über unsere körperlichen Erfahrungen lernen, mit uns selbst und anderen in Beziehung zu kommen, Nähe zu uns selbst und anderen zu entwickeln, ohne dabei unsere Sprache zu verwenden. Wir lernen, einen Raum in uns und um uns herum wahrzunehmen, ein Gewahrsein aufzubauen und mit unserer Umgebung ständig in Verbindung zu bleiben. Natürlich kann diese Verbundenheit, mit einer gewissen Übung, auch virtuell spürbar werden, aber wir bemerken einen großen Unterschied zur tatsächlichen körperlichen Anwesenheit, im Zen sprechen wir gerne von der Übertragung „von Herz zu Herz“. Und genau das brauchen wir jetzt!
Die Beunruhigung durch die Kontaktlosigkeit ist groß, das Bedürfnis nach Verbindung und Nähe ist tief in uns verwurzelt, wir sind soziale Wesen. Der Begriff des Social Distancing ist daher vollkommen falsch gewählt, denn wir können uns auch mit Abstand nahe sein.
Darum lasst uns unsere inneren Begrenzungen durch die Angst aufheben, lasst uns Nähe üben, besucht die Verwandten und Alten, lasst uns wieder Augenkontakt aufnehmen, oder beim Spaziergehen die Vorbeihuschenden kurz anlächeln.
Lasst uns im nächsten Alters- oder Pflegeheim, in der nächsten Behinderten-WG oder ähnlichen Einrichtungen anrufen und mit den Zuständigen abklären, wer dringend Unterstützung braucht, wir können Hilfe leisten, auch mit Abstand!

Lasst die Fürsorge und das Mitgefühl sprechen und nicht die Angst! Das ist Zusammenhalt in einer Gemeinschaft!


Wenn der Eimer den Boden verliert

Honghzi Zhengue, 1091-1157

19. April 2020
von Andreas Hagn

In diesen schwierigen Zeiten, in denen Ängste und Unsicherheiten in unser aller Leben bei uns allen überhand nehmen, ist es ganz entscheidend, nicht in unserer vermeintlich geglaubten Realität, unseren Begierden, Träumen und Wünschen steckenzubleiben, sondern Moment für Moment im Hier und Jetzt zu leben.
Im Moment zu sein ist im Zen die größte Intention und zu lernen, die Dinge loszulassen, ist dabei die entscheidende Übung. Diese Übung ist gerade in der jetzigen Krise sehr hilfreich, denn derzeit fühlt sich unser Leben unsicher an, man hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen, der Eimer hat den Boden verloren
Der Zen-Meister Honghzi Zhengue, der von 1091 bis 1157 in China lebte, schrieb in seinen Praxisanweisungen: „Menschen, denen der Boden aus dem Eimer gefallen ist, finden vollkommenes Vertrauen“.
Wenn wir Zazen sitzen, passiert es immer wieder, dass wir an unsere Grenzen stoßen, oft verbunden mit dem Auftauchen von großen, unergründlichen Ängsten. Diese Mauer erscheint unüberwindlich, aber wenn wir in diesem Moment die Hände unseres Denkens öffnen und uns in die Dunkelheit unseres Seins hineinfallen lassen, es kein Element mehr gibt, an dem wir uns festhalten, was fängt uns dann auf, wenn wir in unser bodenloses Dasein fallen?
Das Wort „Dharma“ hat viele Bedeutungen, eine wörtliche Übersetzung ist: „das, was hält“, und genau dort landen wir, wenn wir fallen, vor unserem unterscheidenden, diskriminierenden Denken, dort wo die wahre Wirklichkeit entsteht, leer von unserem eigenen Sein. Ich denke, das ist gemeint, wenn wir sagen „wir geben uns dem Dharma hin“ oder „wir müssen nichts tun, der Dharma kümmert sich“.


Back to Life, Back to Reality – Über die Rückkehr des Todes in unser Bewusstsein und den Umgang damit

Jizo, der Wächter der Welt

5. April 2020
von Andreas Hagn

In den letzten Wochen ist durch die Krise eine unserer grundlegendsten Lebenswahrheiten wieder an die Oberfläche gespült worden. Viele Jahrzehnte hat die Gesellschaft daran gearbeitet, ihn zu verstecken, aber die Pandemie durch Covid 19 hat es geschafft – der Tod ist wieder Teil unseres allgemeinen gesellschaftlichen Lebens geworden. Das ist gut so, aber wir sehen auch gleichzeitig, dass uns dabei eine Ebene abhandengekommen ist, die wir in diesen Zeiten dringend benötigen – eine spirituelle, kontemplative.
Die Wissenschaft und die Politik versuchen verzweifelt, uns mit extremen Maßnahmen davor zu schützen, was gut ist, aber nicht ausreichend. Wir wissen, dass es frühestens in einem oder zwei Jahren einen Impfstoff geben wird, ein linderndes Medikament vielleicht schon früher. Die Psychologie versorgt uns mit Ratschlägen, wie wir mit der Furcht umgehen können, aber all das beruhigt nicht diese tiefliegenden Ängste vor dem Unausweichlichen. Gepaart mit der Unsicherheit, die diese Krise mit sich bringt, ist es ein explosives Gemisch. Diese Unsicherheit, dass morgen nichts mehr so ist, wie es gestern noch war, wie wir es gewohnt sind. Diese Gewohnheiten geben Halt, das Fehlen der alltäglichen Rituale, die wir nun alle vermissen, stürzt uns in ein rahmenloses Dasein und erzeugt in uns ein Gefühl von Sinnlosigkeit. Es wirft uns in den Schatten unseres Daseins. Wenn alles im Außen stillsteht und wir keine Übung darin haben, uns mit unserem Innenleben zu verbinden, verbinden auf eine Art, die Vertrauen schafft, prinzipielles ursprüngliches Vertrauen in unser Sein, wenn diese Brücke nicht vorhanden ist, bleibt ein Gefühl der Unruhe, das in uns großen Stress erzeugt und dies wird derzeit enorm spürbar.
Viele nehmen den Begriff „social distancing“ derzeit wirklich ernst, trauen sich nicht einmal mehr, jemandem in die Augen zu schauen, wechseln schreiend die Straßenseite. Tatsächlich geht es darum, Abstand zu halten, denn soziales Miteinander bedarf nicht unbedingt körperlicher Nähe! Diese Rituale, die bereits vor ein paar Wochen schwierig zu finden waren, sind uns durch die Angst nun vollkommen abhandengekommen.
Die Übung einer kontemplativen Tradition ist heute wichtiger denn je, diese tiefe Stille zu finden, die uns allen ein Heim ist und uns alle miteinander verbindet. Es wurde jedoch vergessen, sie bei allen in der Krise gesetzten Maßnahmen miteinzubeziehen, beziehungsweise sie überhaupt zu benennen. Durch den Rückzug der christlichen Kirchen in den letzten Jahren, aus bekannten Gründen, ist diese Dimension unseres Seins vollkommen aus dem gesellschaftlichen Leben verschwunden und dieses Vakuum wird in diesen Tagen sichtbarer denn je. Menschen, die in einer kontemplativen Tradition verankert sind, wissen, dass das Leben letztendlich endlich ist und der Tod oft früher kommt als gedacht. Wann er kommt, wissen wir nicht. Trotz aller modernen Bemühungen hat es ein Virus, von einer Fledermaus übergesprungen, geschafft, die ganze Welt ins Chaos zu stürzen und dies innerhalb von drei Monaten!

Dreht das Licht um, so sagt es Eihei Dogen im 13 Jhdt. in Japan, und begebt euch auf die Reise in euer Inneres, lernt euren Weltinnenraum zu erkunden, wie es Rainer Maria Rilke nannte.

Wir haben darin Übung und möchten euch gern dabei unterstützen, die ersten Schritte zu machen.

Einführung in die Zen Meditation:
jeden Montag, 17:00 oder auf Anfrage,
Zoom-ID: 515-921-6094
Direktlink: https://us04web.zoom.us/j/5159216094


Unterstützung im Shutdown

16. März 2020
von Andreas Hagn

Wir sind nun in Österreich im Stadium einer Ausgangssperre angelangt. In dieser außergewöhnlichen Situation sind wir alle mehr gefordert als je zuvor. Die Statue des Fudo Myoo gilt als der Standfeste, Unbeugsame der auch das ungestüme Mitgefühl ausdrückt und genau dies brauchen wir mehr als je zuvor! Dies ist größer als alles, was es zuvor in unserer modernen Welt gab und vor allem es ist nicht sichtbar, nicht greifbar. Es gibt keinen Bösen, der Gewehrsalven abfeuert oder einen Krieg begonnen hat, Bomben wirft, aber es ist da und bedroht unser aller Leben. Es unterscheidet nicht zwischen arm und reich, Geschlecht oder Hautfarbe, vielleicht noch zwischen alt und jung, aber auch das scheint nicht so sicher. Diese Situation ist so neu, noch nie dagewesen, dass sie enorm große Ängste und Sorgen hervorbringt. Lasst uns alle dabei helfen, diese Situation zu meistern!

In meiner Funktion als Seelsorger und speziell als Gefängnisseelsorger bin ich dauernd mit vielen dieser Ängste konfrontiert: ich bin ganz allein, niemand besucht mich, wie geht es weiter, was passiert mit meiner Arbeit, meiner Familie, meinen Eltern und Kindern, wie werde ich das alles finanzieren?

Wenn wir uns in diese Ängste hingeben und uns in ihnen versenken, versteinern sie uns, nehmen uns jedes Vertrauen und jede Hoffnung. Vertrauen ist aber in dieser Situation, in der niemand wirklich weiß, wie es weitergeht, sehr wichtig. Unser Zen-buddhistische Praxis hat dafür über die Jahrhunderte hinweg viele Werkzeuge hervorgebracht, die uns dabei helfen können, dieses Vertrauen zu entwickeln und es zu bemerken.

Als Seelsorger bin ich jederzeit bereit euch dabei zu unterstützen, ruft mich an unter +436767906230 oder vereinbart einen Skype- oder Zoom-Termin mit mir.

Liebe Grüße

Andreas Hagn